Eine Weinreise durch Frankreich

Eine Reise die alle Sinne berührt. Dass Frankreich für großartige Weine berühmt ist, ist kein Geheimnis. Schon seit Jahren gehört dieses Land zu einem der beliebtesten Reiseziele in Europa – Warum nicht beides verbinden? Frankreich besitzt sechs Weinregionen, die jeder Weinliebhaber besuchen sollte.

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Champagne: Prickelnder Champagner

Die beliebte Weinregion Champagne-Adrenne liegt etwa 150 Kilometer nordöstlich von Paris. Es ist eine eher kühle Gegend. Dennoch ist die Kombination aus Klima, Lage und dem Boden in dieser Region perfekt für den Weinanbau. Der Boden besteht aus einem Kreideuntergrund mit einer sandig-lehmigen Oberschicht. Dieser zwingt die Trauben zu einer langen Reifezeit. Das Zentrum der Champagne befindet sich rund um Epernay und Reims. Die Weinberge gehen jedoch bis weit in den Westen, ins Tal der Marne, hinein. Allein durch den Champagner wurde der französische Wein weltberühmt. Der Schaumwein wird aus den Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay hergestellt. Durch eine besondere Technik wird eine zweite Gärung in der Flasche ausgelöst. Durch den aromatischen Duft, dem feinen Prickeln und dem einzigartigen Geschmack löst der Champagner Begeisterung aus. Das Champagner Haus Don Pérignon ist das bekannteste Haus, in dem der Champagner vom gleichnamigen Benediktinermönch erfunden wurde. 19.000 Winzer sind in der Champagne tätig. Rund 95% der Rebfläche sind mit den drei Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier versehen. Die beiden roten Sorten Pinot Noir und Pinot Meunier nehmen ca. 72% der Rebflächen ein, Chardonnay ca. 28%. Die restlichen 5% werden mit den Sorten Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris bestockt. Diese werden ebenfalls zur Herstellung von Champagner eingesetzt.

 

Die besten Weingüter in der Champagne sind:

Champagner Ruinart

Veuve Cliquot

Perrier-Jouet

Champagne

Burgund: Die Vielfalt von Rot- und Weißwein

Burgund erstreckt sich von Paris bis in den Norden von Lyon. Die Region ist für die erstklassigen Weine bekannt. Zudem ist es die Herkunft von einem der teuersten Rotweine Frankreichs: Flaschen vom Weingut Domaine de la Romande Conti werden für etwa 12.000 Euro verkauft. Das Burgund Land misst knapp 30.000 Hektar Rebfläche. Der Boden der Region setzt sich aus Ton, Kalkstein und Stein zusammen. Den Winzern im Burgund ist es wichtig, dass das Potenzial einer Rebsorte voll ausgeschöpft wird. Daher wird meist nur eine Rebsorte angebaut. Pinot Noir und Chardonnay sind die edelsten und bekanntesten Rebsorten des Burgunds. Rund 35% der Rebfläche nimmt der Spätburgunder, der hier Pinot Noir genannt wird, ein. 50% der Rebfläche ist mit Chardonnay bestockt. Die besten Chardonnays stammen aus Chablis und der Coté de Beaune, vor allem aber auch Mersault und Puligny-Montrachet. Sehr wichtig in dieser Region ist auch die Rebsorte Alogoté. Diese produziert in guter Lage sehr füllige Weine mit deutlicher Würze. Im Bereich Cote de Nuits gibt es rund 60 verschiedene Bodentypen. Ein Bodentyp ergibt sich aus dem Verhältnis der Hangneigung sowie den Anteil von Stein, Lehm und Kalk. Je nach Lage wachsen die Reben auf Schiefer, Granit, Mergel, Lehm, Kies oder Kalkstein. Die beste Lage für die Reben, ist ein Boden mit kalkhaltigem Untergrund.

 

Nicht verpassen sollte man die im November stattfindende Weinauktion in Beaune.
Bei dieser werden hochwertige Weine von den Weinbergen der Hospices de Beaune versteigert.

 

Die besten Weingüter in Burgund sind:

Chateau du Clos de Vougeot

La Cave de l’ Ange Gardien

Chateau de Meursault

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Bordeaux: Schösser und schwere Rotweine

Bordeaux gehört mit der Champagne und Burgund zu den drei Eckpfeilern des französischen Weinbaus und ist ein Pflichtbesuch für alle Weinliebhaber. Sobald Bordeaux erreicht ist, sind Schlösser und Weinberge von allen Seiten zu sehen. Bordeaux hat eine Rebfläche von rund 120.000 Hektar und gehört somit zu den größten geschlossenen Weinanbaugebieten. Jedes Jahr werden in ca. 3.000 Weingütern mehr als 5,5 Millionen Hektorliter Wein hergestellt. In Bordeaux werden die besten und seltensten Weine Frankreichs und sogar der Welt produziert, allen voran Merlot und Cabernet. Der Boden besteht aus einer Mischung aus Ton, Kalkstein, Kies und Sand. Dieser führt zu besonders komplexen und eleganten Weinen. Der typische Bordeaux Wein besteht aus verschiedenen Rebsorten. Um die gute Qualität der Weine zu garantieren, wird dabei immer auf eine bestimmte Basis von Rebsorten zurückgegriffen. Diese variiert je nach Weingut im Verhältnis und im Geschmack. Bordeaux ist mit mehr als 85% roten Rebsorten eine eindeutige Rotwein-Gegend. Die drei dominierenden Rebsorten sind Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot. Sie nehmen einem Anteil von 90% bei den roten Sorten ein. Die weißen Reben werden dominiert von der Rebsorte Semillion, sie besitzt etwa 50% der Fläche. Danach folgen Sauvignon Blanc, Colombard, Muscadelle und Ugni Blanc.

 

Die besten Weingüter in Bordeaux sind:

Chateau La Mission Haut-Brion

Chateau Léoville Barton

Chateau Latour

Rotwein

Loire-Tal: Weißwein am Ufer der Loire

Das Loire-Tal ist ein UNESCO Weltkulturerbe und einer der attraktivsten Regionen Frankreichs. Die Region wird einerseits für die romantischen Schlösser und Häuser geliebt, anderseits für die besonderen Weißweine. Die Schlösser liegen entlang des Ufers der Loire. Genauso wie die Schlösser wird auch der Wein im Loire-Tal entlang des Flusses angebaut. Das Klima variiert je nach den fünf Subregionen, wird aber immer durch die Präsenz des Flusses gemäßigt. Die angebauten Reben im Loire-Tal beschränken sich auf: Sauvignon Blanc, Cabernet Franc und Chenin Blanc. Das Loire-Tal ist ein Paradies für alle Weinliebhaber. Bei einem Besuch des Chateau de Cheverny, das aus dem 17. Jahrhundert stammt, kann zudem die Tradition der Chasse à Courre auch heute noch begleitet werden.

 

Die besten Weingüter im Loire-Tal:

Cave des Producteurs de Vouvray

Pierre et Bertrand Couly

Caves Duhard

Loire-Tal

Elsass: Die Weinstraße der Weiß- und Schaumweine

Die Weine aus dem Elsass begeistern mit fruchtigem und erfrischendem Geschmack. Die Gegend produziert nur 10% Rotwein (Pinot Noir). Der Rest der Region ist mit Weiß- und Schaumweine aus Riesling, Gewürztraminer, Silvaner, Pinot Girs und Muskattrauben bestockt. Die häufigsten Reben sind dennoch Riesling und Silvaner – die ideale Begleitung zu frischem weißen Spargel oder Sauerkraut – sowie der blumigere Gewürztraminer, der perfekt zu Käse und Desserts passt. Die Weinstraße in Elsass ist in drei AOC-Bereiche unterteilt und einen Besuch wert. Die Wurzeln des Weinanbaugebietes Elsass reichen weit in die Geschichte. Die typischen elsässischen Dörfer und Festungsstädte zeigen malerischen Charme, mittelalterliche Burgen und entzückende Fachwerkhäuser. In den Kellern unter dem Straßburger Hospiz gibt es den ältesten und besterhaltenen Wein der Welt. Seit dem 14. Jahrhundert wird dort im Gewölbe Wein eingelagert, den Patienten des Hospizes nach ihrer Behandlung als Bezahlung hinterlassen haben. Seit ein paar Jahren gibt es eine kostenlose Führung durch die düsteren unterirdischen Gänge.

 

Die beste Weingüter im Elsass:

Vins d’ Alsace Robert Blanck

Domaine Albert Seltz

Maison Wolfberger

Elsass

Provence: Rosé Wein und Lavendelfelder

Die Weinregion der Provence erstreckt sich von Nizza im Osten bis Avignon im Westen und von der Mittelmeerküste bis an die Ausläufer der Alpen. Besonders bekannt ist der Südosten der Provence. An der Cote d’Azur gibt es einige Weinbaugebiete, wie zum Beispiel Bandol, Cassis, Coteaux d’Aix-en Provence, Coteaux de Pierrevert und Les Beaux-de-Provence. Der Boden in der Provence hat einen hohen Kalkanteil und ist sehr steinig. Jedoch hat steiniger Boden die Fähigkeit viel Wärme zu speichern, was ein großer Vorteil ist. In der Provence sind viele unterschiedliche Rebsorten vertreten. Besonders die roten Rebsorten dominieren in den Weinbergen, da vor allem Rosé-Weine gefolgt von Rotweinen produziert werden. Diese gelten in dieser Region schon als Lebenselixier. Die Provence hat sich weitestgehend auf die Rosé-Weine spezialisiert. Die wichtigsten Rebsorten sind Barbaroux, Syrah, Grenache, Mourverde, Cabernet, Sauvignon, Carignan und Cinsault. Weißwein gibt es in der Provence kaum. Findet man doch einmal weiße Reben, handelt es sich meist um die Sorten Bourboulenc, Clairette, Ugni-Blanc und Rolle.

 

Die besten Weingüter in der Provence:

Chateau la Coste en Provence

Les Caves Saint Charles

Chateau d’ Estoublon

Provence

Languedoc-Roussillo: Dunkle Weine in Südfrankreich

Languedoc und Roussillon sind zwei Regionen in Frankreich, die zwischen der Provence und Spanien liegen. Das besondere an diesen Regionen ist die facettenreiche Weinpalette. Da das Terroir von Sandstränden bis hin zu kühlen Berglandschaften reicht, gibt es von schweren Roten bis zu spritzigen Rosés und leichten Weißweinen alles. Auf mehr als ein Drittel der Fläche wird Wein angebaut. Dies führte lange zu einem Massenanbau. Heute ist der Wein aber besser als sein Ruf. Durch die stärkere Kontrolle der Rebsorten ist die Qualität nachhaltig angestiegen. Insgesamt beträgt die Rebfläche 250.000 Hektar. Die bedeutendsten Weinregionen in Languedoc-Roussillon sind Cabardes, Corbières, Costières de Nimes, Coteaux du Languedic, Cotes Malepère, Cotes du Roussillon, Cotes u Roussillon-Villages und Minervios. Languedoc-Roussillon ist besonders für die Rot- und Rosé-Weine bekannt. Diese bestehen vor allem aus Carignan, Cabernet Sauvignon, Merlot und Grenache. Bekannt sind auch die Weißweine in dieser Region, jedoch ist dieser in den Reben weniger vorhanden. Diese werden dann aus lokalen Sorten wie Bourboulenc, Marsanne, Picpoul und Roussane hergestellt. Überraschenderweise ist diese Region bekannt für ihre Ur-Schaumweine Blanquette de Limoux AOC und Blaquette Ancestrale AOC. Diese wurden entdeckt, als die Mönche im 16. Jahrhundert bemerkten, dass die Weine in der Flasche ein zweites Mal goren. Dies wurde lange bevor die Methode in der Champagne zum Einsatz kam entdeckt.

 

Die besten Weingüter in Languedoc-Roussillon:

Domaine Preignes Le Vieux

Chateau de Flaugergues

Seigneurie de Peyrat

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