Mode und Politik – Geht das?

Politische Symbole sind schon lange fest in der Modewelt verankert. Und auch der Laufsteg wurde bereits für politische Statements genutzt. Was wir tragen, hatte also schon immer eine gesellschaftspolitische Dimension. Aber gerade in Zeiten von wieder aufkommender Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit stellt sich die Frage: Ist es gut, Mode und Politik zu mischen?

Fashion Week 2017: Politisches Erwachen der Mode

Das Wirtschaftsmagazin Forbes kürte 2017 Politik zum „größten Trend der New York Fashion Week". Nicht zuletzt die Amtseinführung von Donalds Trump gab Anlass dazu. Viele Designer nahmen Abstand von der politischen Ansicht des neu gewählten Präsidenten und zeigten dies öffentlich auf dem Laufsteg. Die Designer des Labels Public School, Dao-Yi Chow und Maxwell Osborne, spielten mit dem Slogan „Make America New York" auf die Multikulturalität und die liberale Grundstimmung der Stadt an. Der Designer Christian Siriano zeigte ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „People are people". Auch das Thema Feminismus rückte in dieser Saison stärker in den Fokus als je zuvor. Als Maria Grazia Chiuri ihre Models in T-Shirts mit „We should all be feminists"-Aufdruck auf den Dior-Laufsteg schickte, löste sie damit eine Trendwelle aus. Die Designerin Angela Missoni zog nach und forderte zu mehr Gleichberechtigung auf. Sie fand ihre Inspiration in den pinken Mützen des Women’s March in Washington. Menschen, die sich über frauenfeindliche Sprüche von Donalds Trump empörten, trugen an diesem Tag die sogenannten Pussyhats bei ihrer Demonstration.

Christian Siriano
Public School
Maria Grazia Chiuri
Angela Missoni

Mode der Jugendkulturen als politischer Protest

Mode bringt zum einen die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe zum Ausdruck und betont zum anderen das Einmalige der Persönlichkeit. Mit Kleidung zeigt man, wer man ist – oder wer man sein möchte. Vor allem die Jugendmode und Subkulturen nutzten im Laufe der Geschichte Fashion immer wieder zum politischen Protest. In den 70ern war Punk eine Reaktion auf das, was in der Gesellschaft vor sich ging. Viele Punks positionierten sich politisch links und sprachen sich für eine Form von Anarchismus aus. Vivien Westwood machte diese Bewegung sogar laufstegfähig. So wurden aus System- und Kapitalismuskritik in Form zerrissener Kleidung und Sicherheitsnadeln das, was Designer als „Signature Piece" bezeichnen würden. Aber nicht nur die Punks nutzten Kleidung, um ihre politische Position zu verdeutlichen. In der Modewelt spielten verschiedene Kleidungsstücke immer wieder eine bedeutsame Rolle, wenn es um die Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit politischer Aussage ging. So wurde die Schlaghose, die früher für schwere körperliche Arbeit der Unterschicht stand, in den 70ern ein Zeichen der antielitären Protestgeneration.

Punks

Statement-Shirts

Das bedruckte T-Shirt bleibt nach wie vor die deutlichste textile Protestnote. Hier wird auf den ersten Blick klar, wofür jemand steht. Anders als man vielleicht annehmen könnte, ist das Statement-Shirt keine Erfindung der letzten Jahre. Im Jahr 1948 kam Thomas Dewey während seiner Kandidatur für die amerikanische Präsidentschaft auf die Idee, eigene T-Shirts mit dem Slogan „Dew it with Dewey" zu kreieren. Gleich taten es ihm später Anhänger der Hippie- und Flowerpower-Bewegung, die ihre Meinungen ebenfalls auf T-Shirts festhielten. Heutzutage überzeugt das Slogan-Shirt mit einer kurzen, prägnanten Aussage, die gerne politisch oder ironisch sein darf. In Kombination mit einer klassischen Stoffhose ergibt das Shirt einen unschlagbaren Look, mit dem Du ein klares Statement setzt.

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Fazit: Die Zeit ist reif für Punk in der Businessmode

Mode darf politisch sein. Mode darf laut sein. Mode darf die persönliche Meinung zum Ausdruck bringen. Mode darf ein Statement setzen. Damit diese Mode gesehen wird, braucht es starke Partner. Die neueCapsule Collection „Suit Yourself Against Racism" von CG – CLUB of GENTS ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Lifestyle-Magazin Business Punk. Die Zeitschrift berichtet über Business-Rebellen, zeigt innovative Trends und macht Punk für alle Vordenker und Kreative. Kurzum: der perfekte Partner für eine Kollektion, die an alle da draußen geht, die etwas bewegen wollen.