Schwärzer als Schwarz

Mit Schwarz kann man nichts falsch machen, heißt es. Es passt zu allem und lässt sich mit jeder anderen Farbe kombinieren. Außerdem verströmt es Eleganz und Exklusivität. Die perfekte Wahl also für den Kleiderschrank. Warum Schwarz eine magische Anziehungskraft auf uns hat und diese Farbe doch nicht so ist wie sie scheint, klären wir hier.

 

 

 

 

Schwarz gibt es in der Mode eigentlich gar nicht. Oder anders gesagt, es gibt Schwarz und es gibt SCHWARZ. Einen Stoff mit dieser Farbe zu färben ist ein langwieriger und teurer Prozess, der viele Stunden Arbeit erfordert. Daher sind die meisten Kleidungsstücke, die wir erwerben, mit einem oberflächlichen Schwarzton gefärbt, der nach einer gewissen Zeit verblasst. Gerade bei Anzügen wirkt die kräftige schwarze Silhouette jedoch akzentuierter und markanter. Die italienische Weberei GUABELLO hat einen Stoff entwickelt, der ein tiefes farbechtes Schwarz besitzt. GUABELLO nennt ihn Super Nero. CG – CLUB of GENTS hat aus Super Nero einen Anzug gefertigt, der allen Echtheitsansprüchen an einen schwarzen Anzug gerecht wird.

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Die intensive schwarze Farbe von Super Nero ist lichtbeständig und durch ein spezielles Finishing bleichgeschützt. Der Slim Fit-Anzug aus 100 Prozent Schurwolle (Oberstoff) wird in Italien in Super 130’S Garnqualität gewebt – diese Zahl entspricht der Dicke der Wollfasern. Je höher die Superzahl, desto hochwertiger ist der Stoff. Eine Fadenzahl von Super 130 bis 150 stellt für einen normalen Business-Anzug das perfekte Gleichgewicht zwischen Haltbarkeit, Tragekomfort und Luxus dar. Somit ist das Sakko CG Cayson mit passender Hose der perfekte Allrounder im Segment hochwertiger schwarzer Anzüge.

Wie Stofffärbung funktioniert

 

 

 

Um Textilien schwarz einzufärben, müssen mehrere komplementäre Pigmente wie Blau, Orange oder Gelb gemischt werden. Für den Färber heißt das, er muss für eine optimale Färbung Faser, Farbstoff und Färbeverfahren exakt aufeinander abstimmen. Aus Kostengründen kann das Ergebnis sehr unterschiedlich ausfallen. In den meisten Fällen weist die schwarze Färbung einen roten oder blauen Unterton auf. Dies gilt sowohl für Textilien als auch für Leder. Der rote Unterton ergibt ein wärmeres Schwarz, der blaue Unterton ein kühleres Schwarz. Den wahren Charakter der schwarzen Farbe kann man erkennen, wenn man das Textil im Licht bewegt. Der Effekt ist zwar für viele Konsumenten nicht wahrnehmbar, einen großen Unterschied zu einem qualitativ hochwertigen Färbeprozess gibt es aber schon. Dieser macht sich durch Farbechtheit, Sättigung und Tiefe bemerkbar. Der Anzug CG Cayson aus Super Nero bietet diese Qualität in einem edlen Super 130 Garn.

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Grundsätzlich lassen sich alle Stoffe, die aus mindestens 60 Prozent natürlichen Fasern bestehen, färben. Je höher der Naturfaser-Anteil, desto intensiver die Färbung. Stoffe aus synthetischen Fasern nehmen Farbe dagegen eher schlecht bis gar nicht an. Zudem sind besonders helle Stoffe zum Färben geeignet. Dunkle Stoffe lassen sich maximal dunkler färben oder bleichen. Im Färbeprozess kommen sowohl Naturfarben als auch synthetische Farben zum Einsatz. Farbauszüge aus Pflanzen und Lebensmitteln schaffen hierbei erstaunliche Ergebnisse. So werden für braune Töne Kaffee und schwarzer Tee, für gelbe bis orangene Kamille, Zwiebel und Kurkuma verwendet. Rote bis blaue Farbtöne erreicht man mit der Verwendung von Roter Bete, Holunder oder Rotkohl. Da die Gewinnung von Naturfarben sehr aufwändig und kostenintensiv ist, wird vor allem bei der industriellen Textilherstellung vorzugsweise synthetisch gefärbt. Bei synthetischen Farben gibt es dafür eine beinahe unbegrenzte Farbskala.

Das Färberwesen – ein jahrtausende altes Handwerk

 

In Europa hat das Handwerk des Färbers eine lange Tradition. Bedeutende Zentren waren Florenz und Venedig. Hier entstand besonders wertvolles Tuch und ein hoher Anspruch an Verarbeitung und die Qualität des Färbens, der die Standards für den ganzen Kontinent vorgab. Auch andere textilproduzierende Länder haben sich in der Verfeinerung ihrer Kleidungsstoffe hervorgetan. Der „Kuro Montsuki" ist ein schwarzer Kimono, der von Männern in Japan zu besonderen Anlässen getragen wird. Wie überall in der japanischen Handwerkstradition, werden Arbeitsschritte bis zur absoluten Perfektion verfeinert – so auch bei der Färbung des „Kuro Montsuki".

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Im Gegensatz zu bedruckten Stoffen hat der Kuro Montsuki ein dunkleres und intensiveres Schwarz, weil auf jede einzelne Faser schwarzer Farbstoff aufgetragen wird. Dazu wird das Kleidungsstück mehrmals bei extrem hohen Temperaturen gefärbt. Bei diesem Verfahren wird die Lichtreflexion reduziert, was zu dem intensiven Schwarz führt. Das Verfahren dauert zwar länger als bei bedruckten Massenprodukten, aber der Unterschied ist deutlich erkennbar, schaut man sich die Farbintensität des Kimonos an. Super Nero schafft eine vergleichbare Reduktion der Lichtreflexe. Licht wird von der Oberfläche geschluckt und ein kräftiges Schwarz tritt an seine Stelle.