Styling Interview: Sacha Schuette

Sacha Schuette ein Stylist, der durch bekannte Modezeitschriften wie GALA, GQ und VOGUE groß geworden ist. Durch sein warmes und einnehmendes Lächeln ist er ein Session Stylist mit Wiedererkennungsmerkmal. Sein Slogan „Jedes Haar hat seine eigene Schönheit, arbeite damit, nicht dagegen.“ stellt ihn klar als Macher da.

Sacha Schuette

 

 

 

Sacha Schuette lernte als Sohn einer Friseurmeisterin schon in den jungen Jahren den Beruf mit all seinen Facetten kennen. Seine kreativen Fähigkeiten wurden schon früh gefördert. So begann er mit 16 Jahren eine Ausbildung bei Intercoiffure Horst W. Bunke. Durch die zahlriechen Jobs in den schönsten Städten Deutschlands wurde er in dem Bereich Session Styling bekannt. Schnell fand er Gefallen an dieser Branche. Seine Arbeit ist eine Mischung aus Natürlichkeit und tragbarer Extravaganz. Sacha deckt heute von Redaktion und Mode, über Werbung und Fernsehen bis hin zu Musikvideos alle ab. Seine Werke kann man in bekannten Zeitschriften (GALA, GQ, STERN, SPIEGEL und VOGUE) bestaunen. Wenn er gerade einmal nicht bei einem Shooting die Models stylt, ist Sacha meist irgendwo auf der Welt unterwegs und teilt seine Kunst und Inspiration mit Friseuren.

Warum bist Du Stylist geworden?

Meine Mutter ist Friseurmeisterin. Durch sie bin ich, auch schon sehr jung, auf den Beruf aufmerksam geworden. Durch meine folgenden Stationen bei unterschiedlichen bekannten Friseuren wurde ich in meinem Wunsch, als selbstständiger Stylist tätig zu werden, nur bestärkt. Ich beendete meine Ausbildung genau zu der Zeit der Supermodels. Dies gab mir den Wunsch, unbedingt in diesem Bereich zu arbeiten.

Wie sah dein Start in der Stylisten-Branche aus?

Dies ging schnell. Durch Talent und dem glücklichen Zusammentreffen der richtigen Leute, zum richtigen Zeitpunkt, war ich schnell im Business.

Wer oder was inspiriert Dich?

Bevor die Welt so vernetzt war wie heute sammelte ich die meisten Inspirationen auf Reisen. Heutzutage reicht es manchmal mit ein paar Klicks im Internet, die neusten Trends zu entdecken. Trotzdem sind Menschen, Kunst und Reisen immer noch meine liebste Inspiration.

Was war ein spannendes Projekt?

Da gibt es unzählige in den letzten 25 Jahren. Aber an eines kann ich mich noch sehr gut erinnern. Die Zusammenarbeit mit der schwedischen Königsfamilie war für mich bis heute das spannendste Projekt. Denn wer hat heutzutage schon die Möglichkeit echte Royals zu stylen.

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Wie ist die Zusammenarbeit mit CG – CLUB of GENTS? Was waren hier deine schönsten Erlebnisse?

Unsere Zusammenarbeit war immer offen, ehrlich und großartig. Besonders die Locations der Fashion Shows im Rahmen der Berliner Fashion Week waren für mich ein absolutes Highlight. Natürlich kommen auch unsere unvergesslichen Reisen nach London und Paris auf die Liste der schönsten Erlebnisse.

Was ist ausschlaggebend, um in der Stylisten-Branche erfolgreich zu sein?

Ein Stylist muss mutig und authentisch sein. Zudem muss er immer einen Schritt voraus sein. Dies ist genauso wichtig wie das Handwerk des Stylisten.

Was ist das wichtigste Werkzeug für Deine Arbeit?

Meine Hände sind mein wichtigstes Werkzeug. Ohne sie geht nichts.

Welche Charaktereigenschaften sollte ein guter Stylist deiner Meinung nach haben?

Er soll fleißig und emphatisch sein. Dies wird ihm sicherlich viel weiterhelfen.

Kann man Kreativität lernen?

Ja mit Sicherheit – aber wahrscheinlich nur ansatzweise. Kreativ wird man eigentlich geboren. Jedoch überraschen mich immer wieder Personen mit ihrer Kreativität. Beispielsweise der Stylist Eugene Souleiman ist für mich überkreativ.

Was muss man heute als Stylist machen, um zwischen den anderen wahrgenommen zu werden?

Leider muss ein Stylist zurzeit am lautesten schreien, um wahrgenommen zu werden. Dies liegt aber an unserer aktuellen Lage. Langfristig gesehen wird wieder mehr auf die Beständigkeit und Fachkompetenz als Stylist geachtet. Denn eigentlich ist nur das ausschlaggebend.

Wie wirkt sich Corona auf Deinen Alltag aus?

Da ich schon immer einen hohen Hygienestandard hatte, ist eigentlich nur die Maske in meinem Gesicht neu. Doch mit dieser kann ich mich bis heute noch nicht anfreunden.

Wird sich in deinem Bereich etwas mit der Krise ändern oder hat sich schon geändert?

In vielen Bereichen wird das Thema Qualität an Wichtigkeit zulegen. Durch die aktuelle Phase wird diese auch noch mehr geschätzt wie früher. Dies ist aber sehr gut für uns.

Was ist dein Wunsch für die Zukunft?

Ich möchte gerne unserer kleinen Tochter durch großartige Reisen unsere ganze Welt zeigen.

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