Wie der britische Style der Mods, Teds und Punks in die heutige Fashionwelt zurückfindet

London, die Stadt von Fish ’n‘ Chips und Pubs, von Regen und dem Big Ben und die Stadt der Musik und Mode. Hier setzt die Jugend, die es immer wieder in die Metropole zieht, Trends. Sie sind Exzentriker, stehen im Mittelpunkt des Interesses, aber scheren sich nicht um gesellschaftliche Konventionen. Sie machen klare Ansagen und geben die Richtung vor. Wir zeigen euch, wie die britischen Jugendkulturen der Teds, Mods und Punks bis heute den Stil in der Modewelt prägen.

Teds – der Rock ’n’ Roll als Protestbewegung

Die Teds entwickelten sich Anfang der 1950er Jahre und stempelten durch ihren vornehmen Stil den etablierten Mittelstand als Proletarier ab. Dabei eiferten sie einem großen Idol nach: Elvis Presley. Die Teddy Boys trugen lange Sakkos mit breitem Revers. Dazu kamen enge Skinny Hosen und Creepers. Die sogenannten „drapes" gaben den Teds ihren Namen, denn ursprünglich waren diese langen Jacken unter dem britischen König Edward VII. populär. Der König wurde von seinen Freunden Ted genannt, weshalb die Jugendlichen später als Teds oder Teddy Boys verspottet wurden. In den 60er Jahren lösten neue Subkulturen die Teds ab, bis sie Anfang der 80er durch Teddy-Boy-Bands wie Crazy Cavan, Matchbox oder Stray Cats zu neuem Leben erwachten.

Teds

Mods – mit Scooter und Parka nach oben

Wegen ihrer Liebe zu aktueller Mode und neuer schwarzer Tanzmusik nannte man sie Modernists, kurz: Mods. Die jungen Männer waren Jugendliche der Arbeiterklasse und wollten Anfang der 60er Jahre ihre Herkunft hinter sich lassen. Ihr Ziel war der soziale Aufstieg, den sie durch einen anspruchsvollen Kleidungsstil darstellten. Sie trugen eng geschnittene italienische Maßanzüge, schmale Krawatten und teure Markenshirts. Ihr Erkennungsmerkmal: der Scooter. Zum Schutz der teuren Markenkleidung diente den Scooterboys der grüne Parka mit Kapuze. Schon Mitte der 60er, als die Bewegung den Mainstream erfasste, waren die Mods Geschichte. Aus ihnen gingen die Skinheads und die Anhänger der bis heute aktiven Northern-Soul-Szene hervor.

Mods

Punks – alles andere als Glamour

Mitte der 70er Jahre war vor allem in New York die blühende Zeit der Discowelle. In London formte sich gleichzeitig eine Gegenbewegung zum Glamour im Studio 54. Die Punks provozierten durch ihr Aussehen und legten, entgegen der öffentlichen Meinung, viel Wert auf ihr Äußeres. Schwarze Lederjacken und zerrissene Shirts mit Bandaufdruck oder provokanten Sprüchen prägten den Style. Sie bevorzugen Bondage-Hosen mit Riemen, Taschen und viele bunte Stoffe. All das bekamen sie in der von Malcolm McLaren and Vivienne Westwood geführten Boutique SEX in London. Heute finden sich Nieten und Stachelhalsbänder nicht nur in der Untergrundszene wieder. Spätestens seit Bekanntwerden der aufwirbelnden Marke Vetements unter dem Designer Demna Gvasalia haben sie den Status von Luxusgütern erreicht.

Punks

CG – CLUB of GENTS vereint Style der Mods und Sound des Brit Pop

Die Brand CG – CLUB of GENTS bringt den Style der Mods aus London in die Modewelt von heute. Die Authentizität der damaligen Jugendkultur, die Freiheit und der Dresscode, das alles dient als Inspiration für die Kollektionen der Marke. CG – CLUB of GENTS verbindet das Lebensgefühl der Mods mit dem Sound der 80er und frühen 90er. Das war die Zeit als aus den Clubs in London ein verschrobener Gitarrensound drang. Oasis, Blur und Fury in the Slaughterhouse bestimmten die Musikszene.

 

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Zur Musik von „The Who" kämpfen Mitte der 60er Jahre Mods gegen Rocker.

 

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CG – CLUB of GENTS bringt den Style der Mods zurück auf Londons Straßen.